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Kapitel 1 — Warum Interactive Brokers wählen?

Zu Beginn nutzte ich wie viele Schweizer Swissquote, weil ich die Welt der Broker nicht verstand. Ich dachte, man muss eine in der Schweiz ansässige Broker-Firma nutzen, um von der Schweiz aus zu handeln.

Was schlussendlich aber zählt, ist, eine Brokerage-Firma zu haben, die auf die Börsen zugreifen kann, an denen die Wertpapiere (Aktien, ETF, Anleihen usw.) gehandelt werden, die du kaufen willst.

Stell dir vor, du willst mein liebstes ETF VT erwerben. Wie auf der Website von Vanguard steht, ist das ETF VT an der New Yorker Börse notiert (Codename: NYSE Arca), damit es zwischen Leuten gehandelt werden kann (also gekauft oder verkauft werden kann). Falls die Brokerage-Firma, die du nutzt, dir also keinen Zugang zu NYSE Arca gibt, kannst du das ETF VT nicht kaufen/verkaufen. Ziemlich einfach, oder?

Als mir klar wurde, dass ich nicht auf Schweizer Brokerage-Firmen beschränkt bin, fing ich an zu recherchieren und mit Freunden Alternativen zu diskutieren. Mehrere Leute (darunter mein Freund Mr. RIP) rieten mir, mir Interactive Brokers anzusehen.

Als kleine Gedächtnisauffrischung, hier die Kriterien, nach denen ich meine Brokerage-Firma aussuche:

  1. Zugänglich für Schweizer Einwohner
  2. Stabil und beständig über längere Zeit hinweg
  3. Schutz meiner Wertpapiere
  4. Zugang zu internationalen Märkten
  5. Produktverfügbarkeit
  6. Verfügbare Tools
  7. Gebühren (das Beste habe ich mir fürs Ende aufgespart :))

Und so sieht es bei Interactive Brokers zu jedem dieser Punkte aus:

1. Online-Brokerage-Firma, zugänglich für Schweizer Einwohner

Im Vergleich zu anderen interessanten Plattformen, die oft für Einwohner der USA reserviert sind, ist Interactive Brokers für Schweizer Einwohner zugänglich.

Und noch etwas Interessantes, worauf ich nicht sehr geachtet hatte, weil diese Information auf den Websites nicht verfügbar ist: Interactive Brokers hat drei Kontaktpunkte für die Schweiz (Mir wird jetzt bewusst, dass es institutionelle Kontaktpunkte sind... aber immerhin — idealerweise kontaktierst du sie nur am Anfang und gehst dann über die Kundenservice-Nachrichten, ist genauso effizient. Und wenn ich Kontaktpunkte sage, meine ich tatsächlich Menschen.

Meine persönliche Ansprechpartnerin ist Corinne Nabholz.

Ich war 2016 mit ihr in Kontakt wegen Fragen, die ich hatte, als ich mein Konto eröffnete. Sie hat immer sehr schnell und effizient geantwortet. Und 2019 ist sie noch immer meine Ansprechpartnerin. Das beweist, dass es beim IB-Personal keine übermässige Mitarbeiterfluktuation gibt, und demonstriert so eine gewisse Stabilität der Firma.

Frau Nabholz ist seit 2002 bei Interactive Brokers. Was Stabilität angeht, ist das gar nicht so schlecht :)

Wenn du sie wegen Fragen kontaktierst, bevor du dein eigenes Konto bei Interactive Brokers eröffnest, grüss Sie bitte von Mark von der Mustachian Post :)
Alternativ kannst du mir deine Fragen auch direkt per E-Mail oder über die sozialen Netzwerke schicken, damit ich sie beantworte.

2. Online-Brokerage-Firma, die langfristig beständig und nachhaltig ist

Das Eine, was du nicht erleben willst, ist, dass deine Online-Brokerage-Firma bankrottgeht. Also gibt es in dem Bereich sicher Schutzmechanismen (siehe nächster Punkt), aber es würde dir trotzdem eine Menge administrativer Kopfschmerzen bereiten.

Wie wir gesehen haben, existiert IB seit 1978 (seit 1994 unter dem Namen Interactive Brokers). Es ist bereits ein Stabilitätsbeweis, sie heute immer noch zu sehen, besonders nach den 2000er Jahren, in denen viele Firmen dichtgemacht haben, die nicht in der Lage waren, die IT-Wende mitzumachen.

Ein weiterer interessanter Punkt (den ich auch berücksichtige, wenn ich Value-Investments an der Börse tätige) ist, dass der Gründer und CEO Thomas Peterffy mit 74 Jahren immer noch an der Spitze von Interactive Brokers steht (in dem Jahr, in dem ich diese Zeile schreibe, also 2019). Und was sogar noch interessanter ist: er hält 75% der Anteile an seinem Unternehmen! Infolgedessen hat er jedes Interesse daran, seine langfristige Vision für IB aufrechtzuerhalten, schon allein wegen seinem persönlichen Vermögen, das in seinen Anteilen steckt.

Was uns zum nächsten Punkt bringt: Die Muttergesellschaft von Interactive Brokers ist börsennotiert. Und seit der Markteinführung 2007 hat sich IBs Wert fast verdoppelt, mit einigen Höhen und Tiefen, aber der Trend geht eher in die richtige Richtung. Dies zeigt eine gewisse Stabilität und Beständigkeit der Firma.

Ein weiterer interessanter Punkt ist das Finanzrating der renommierten Ratingagentur "Standard & Poor's". Zur Erinnerung: Deren finanzielles Rating reicht von AAA, dem besten bis zu D, dem schlechtesten. Wenn dein Unternehmen ein gutes Rating hat, bedeutet dies, dass deine Fähigkeit, Verpflichtungen gegenüber Gläubigern - Lieferanten, Banken, Anleihegläubigern etc. - zurückzuzahlen, sehr gut ist.

Ich habe hier unten die Zusammenfassung des Berichts für dich:

BBB+ Finanzielles Rating der Interactive Brokers Group von Standard & Poor's

Wie ebenfalls im Bericht von Standard & Poor's beschrieben (verfügbar unter diese Seite),könnte das Rating im Laufe der kommenden 12-24 Monate in die Top-A-Kategorie aufsteigen, wenn IB weiterhin seine Kundenbasis diversifiziert (was das Unternehmen noch stabiler machen würde).

Was eine gute Sache ist, denn das tun sie zurzeit, zum Beispiel mit der kürzlichen Ankündigung den Minimalbeitrag von USD 10'000 zur Eröffnung eines Kontos zu kippen, um noch mehr Anleger wie dich und mich anzuziehen (d. h. Leute, die nicht jeden Morgen in einem Pool mit CHF schwimmen ^^).
Und schliesslich ist Interactive Brokers top-platziert in Barrons (hochangesehenen Finanzmagazin), und zwar 2019 in neunten Jahr in Folge. Unser Lieblingsbroker kam nicht durch Zufall in ein so berühmtes Ranking.

Barron's 2019 Award for Interactive Brokers (Barrons Auszeichnung für Interactive Brokers 2019)

3. Schutz für deine Wertpapiere und dein Geld

Wie ich im vorigen Punkt schon sagte – selbst, wenn deine Online-Brokerage-Firma die mit dem besten Ruf der Welt ist, willst du trotzdem Schutz für deine Assets (ETF, Aktien, Anleihen, Geld etc.), zumindest vor Bankrott der Firma.

Wenn Interactive Brokers ausfallen würde (d. h., auf irgendeine Weise die Aktien oder ETF, die du bei ihnen "lagerst", verlören), wären deine Aktien bis zu einem Maximum von USD 500'000 geschützt, einschliesslich höchstens USD 250'000 für Bargeld. Dieser Schutz wird durch die SPIC ("Securities Investor Protection Corporation") geboten, ein Non-Profit-Unternehmen, das von Brokern-Händlern gegründet wurde, die Mitglieder der SPIC sind.
Damit du sicher sein kannst, dass all das Gerede nicht nur Einwohner der USA angeht, bin ich in das Thema eingetaucht und die Website der SPIC erklärt seht gut, wer geschützt wird:

Ein Nicht-US-Staatsbürger mit einem Konto bei einer Brokerage-Firma, die Mitglied von SIPC ist, wird genauso behandelt wie ein Einwohner oder Staatsbürger der Vereinigten Staaten mit einem Konto bei einer Brokerage-Firma, die Mitglied von SIPC ist. https://www.sipc.org/for-investors/what-sipc-protects

4. Zugang zu internationalen Märkten

Wenn du investierst, kaufst du ein ETF oder eine Aktie einer Firma, die auf einem bestimmten Markt gelistet ist.

Mein Lieblings-ETF, zum Beispiel, der Vanguard VT (VT ist der Kurzname, der volle Name ist Vanguard Total World Stock ETF), ist am NYSE Arca-Markt (auch bekannt als New Yorker Börse) notiert – und daher auch dort handelbar).
Obwohl es selten ist: stell dir vor, du nutzt einen Online-Broker, der keinen Zugang zu diesem Markt hat. Nun, dann könntest du diesen VT-ETF nicht kaufen.

Ich gebe dir ein weiteres realistischeres Beispiel: Seit Anfang 2019 habe ich mit Value-Investments begonnen und zu dieser Zeit gab es in Japan viele Nuggets. Angesichts der Grösse des Landes gibt es im Land der aufgehenden Sonne nur eine Börse, nämlich die Tokioter Börse. Mit Interactive Brokers, keine Sorge, habe ich Zugriff darauf und konnte die Verkäufe geniessen :)
Wenn ich hingegen nur CornèrTrader genutzt hätte, hätte ich einfach keinen Zugang dazu gehabt.

Also spricht in diesem Punkt einiges für Interactive Brokers mit Zugang zu 125 Märkten in 31 Ländern (vollständige Liste hier auf IBs Website).

5. Produktverfügbarkeit

Bei diesem Punkt muss ich sagen: Bisher habe ich nur ETF und Aktien an der Börse gehandelt. Keine Derivate, Optionen oder Futures.
Folglich war ich nie eingeschränkt. Aber von allem, was ich in vielen Blogs und Foren gelesen habe, habe ich noch nie gesehen, dass irgendjemand bezüglich der Produkttypen von Interactive Brokers eingeschränkt wurde.

Ein weiterer Vorteil von Interactive Brokers besteht darin, dass sie in ihrem Umgang mit den Gesetzen verschiedener Länder genauer zu sein scheinen.

Im Jahr 2019 trat die neue europäische Vorschrift PRIIPs ("Packaged Retail Investment and Insurance-based Products") in Kraft, nach der Fonds-Herausgeber (wie Vanguard mit dem VT-ETF) ein "KIID" ("Key Investor Information Document" vorlegen müssen, das den europäischen Normen entspricht.

Vanguard, die in den USA am meisten verkaufen, entschlossen sich, sich nicht daran zu halten. Infolgedessen konnten europäische Online-Broker deren Produkte europäischen Anlegern nicht mehr legal anbieten.

Die Schweiz allerdings ist nicht Teil Europas und wird ab Januar 2020 ihren eigenen Satz an Gesetzen haben (FinSA and FinIA genannt). Naja, Degiro, ein führender Online-Broker in Europa, hat Schweizer Anlegern einfach den Zugang dazu auch versagt, um ihre Regulierungsmanagement für alle Länder, in denen sie vertreten sind, zu vereinfachen. Dies hat Interactive Brokers nicht getan, weil Schweizer Investoren weiterhin US-amerikanische ETF handeln dürfen, bis das Schweizer Recht in Kraft tritt.

6. Verfügbare Tools

Ein weiteres wichtiges Kriterium für mich sind die Tools der von mir ausgewählten Online-Brokerage-Plattform. Unter Tools verstehe ich sowohl die Möglichkeit, Wertpapiere zu suchen, kaufen oder verkaufen, als auch die Möglichkeit, mein Portfolio zu analysieren oder Informationen für meinen Steuern abzurufen.

In Bezug auf Recherche, Kauf und Verkauf erwarte ich mindestens eine Web- und eine Mobil-Plattform.

Das ist eine persönliche Vorliebe, die sich dadurch erklärt, dass ich die Recherche und den Kauf auf meinem Laptop mache, da es dort einfacher ist, Geschäftsberichte und andere Unternehmensanalysen zu lesen.

Gleiches gilt für die Portfolio-Performance-Analyse oder das Abrufen von Steuerinformationen oder das Synchronisieren/Abgleichen meiner Daten mit meinem Budget-Tracking bei YNAB.

Und die Mobil-App nutze ich für reine Beratung oder um ein Wertpapier zu kaufen, das irgendwann wirklich zum Verkauf steht.

Interactive Brokers bietet dir viel mehr Plattformen als nötig, um als Schweizer Anleger dein Vermögen aufzubauen.

Und so erfüllt IB all diese Kriterien mit:

  • Einer zentralisierten Webplattform ("Kundenportal" genannt) zum Kaufen, Verkaufen, Analysieren von Leistungsberichten und vielem mehr (dies ist ein grosser Schritt nach vorne im Vergleich zu 2016, als es komplexer war, da ein separater Zugang getrennt nach Kauf/Verkauf von Wertpapieren und Konto-Management bestand)
  • Einer Desktop-Anwendung namens "TWS" (für Trader Workstation), die unter Windows, Mac oder Linux installiert werden kann. Sie verfügt über all die erweiterten Analyse-Tools von IB (im Vergleich zur Web-Version, die ich persönlich nie benutze :))
  • Einer einzigartigen mobilen App namens "IBKR", die als Beratungs- und Handels-App sowie als Anmelde-Tool mit 2-Faktor-Authentifizierung dient

7. Gebühren

Ah, die Gebühren. Die habe ich mir bis zum Ende aufgehoben, weil sie eins der Schlüsselelemente sind. Wenn alle anderen Kriterien grün wären, aber dieses eine rot, dann würde es meine Wahl völlig in Frage stellen.

Und ich kann dir jetzt gleich sagen, dass Interactive Brokers in diesem Bereich eine grosse Rolle spielt (IB ist nicht umsonst seit 2016 mein Lieblingsbroker :)).

Wie detailliert in meinem Vergleich der besten Broker für Schweizer Investoren erläutert, können Gebühren schnell einen Grossteil deines Gewinns verschlingen. Und es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten für Broker, dich zur Kasse zu bitten.

Um eine Online-Brokerplattform weltweit zu bewerten, solltest du dir folgende Gebühren ansehen:

  • Depotgebühren: Dies sind Gebühren, die von der Broker-Firma erhoben werden, um deine Wertpapiere bei ihnen (und nicht in deinem Safe) "unterzubringen". Gelegentlich werden sie auch Verwaltungsgebühren oder Kontoführungsgebühren genannt (und sie beinhalten Depotgebühren)
  • Transaktionsgebühren: Dies ist der zweite Posten, von dem Brokerage-Unternehmen leben müssen, und er besteht aus der Berechnung einer Provision für den Kauf und Verkauf von Transaktionen, die du tätigst
  • Fremdwährungsgebühren: Provision, die für deine Währungsumtäusche berechnet wird
  • Kontoeröffnungsgebühren
  • Schliessungsgebühren für den Fall, dass du eines Tages den Broker wechseln musst (wie bei mir, als ich von Swissquote zu Interactive Brokers gewechselt habe)
  • Gebühren für eingehende Überweisungen (um dein Konto zu bestücken)
  • Gebühren für ausgehende Überweisungen (um dich deines Geldes zu erfreuen, indem du es auf deine liebste Schweizer Bank überweist — Zak in meinem Fall)

Depotgebühren
Sie nennen es Aktivitätsgebühren. Wenn du bei IB mehr als USD 100'000 unter Verwaltung hast, fallen keine Aktivitätsgebühren für dich an. Wenn du weniger, aber mehr als USD 10 an Transaktionsgebühren pro Monat hast, zahlst du auch keine Aktivitätsgebühren. Andernfalls zahlst du eine Inaktivitätsgebühr von USD 10. Alles wird auf dieser Preisseite von Interactive Brokers detailliert erklärt.

Hier unten siehst du als konkretes Beispiel mein IB-Konto:

Ich fing erst an, Gebühren zu zahlen, als ich meine ersten ETF gekauft habe (Anfang 2017): USD 10 pro Monat, weil ich 2017 weder über USD 100'000 bei Interactive Brokers unter Verwaltung hatte, noch über USD 10 Transaktionsgebühren

In den Monaten, in denen ich keine Aktivitätsgebühren gezahlt habe (Januar, April, Juli und Oktober 2018), waren meine Transaktionsgebühren höher als USD 10/Monat. Dann, im November 2018, lag es daran, dass ich endlich USD 100'000 bei Interactive Brokers unter Verwaltung hatte

Also habe ich für 2019 keine Screenshots, weil ich keine Aktivitätsgebühren mehr zahle :)

Transaktionsgebühren
IB ist extrem aggressiv, indem es 83% weniger nimmt, als seine Mitbewerber!

Ich persönlich bin nur an Aktien und ETF interessiert.

IB bietet zwei Arten von Preisstrukturen für Provisionen an: festpreis und gestaffelt.

Mit festpreis, für die USA ist der Mindestbetrag USD 1 und der Höchstbetrag 1,0% des Transaktionswerts. In der Schweiz sind es 0,1% des Transaktionswertes mit einem Minimum von CHF 10. Und ein weiteres Beispiel mit Japan: 0,08% des Transaktionswertes mit einem Minimum von JPY 80 (etwa CHF 0.75).

Alle Details findest du auf dieser Übersichtsseite mit Provisionen von Interactive Brokers.

Die gestaffelte Preisgestaltung (wie im vorherigen Link beschrieben) ist komplexer und nicht so einfach zu verstehen, da sie mehrere Variablen berücksichtigt. Ich hatte sie bisher noch nie in Betracht gezogen (danke an meinen Leser Alberto!), weil ich nur einmal im Quartal investiert habe (das ändert sich derzeit mit meinem Wechsel zu Value-Investing (wertorientiertes Anlegen). Zu Unrecht!

Denn für die USA geht es um ein Minimum von USD 0.35 USD.
In der Schweiz sind es "CHF 1.5 + 0.015% der Transaktion" für die Anschaffungskosten + CHF 0.55 für die Kompensationskosten + CHF 1 für die Berichtskosten. Bei einem Kauf von Schweizer ETF im Wert von CHF 1'000 wären wir also bei CHF 1.5 + 1'000 * 0,015% + CHF 0.55 + CHF 1 = CHF 3.20 anstelle von CHF 10 im Fixkosten-Modus.
Und für Japan werden die Provisionen auf 0,05% des Transaktionswerts gesenkt, zu denen wir dann 0,002% der Einkaufskosten + "JPY 2.95 + 0,0004%" der Kompensationskosten hinzurechnen müssen. Dies führt wiederum zu Einsparungen von 0,08% im Vergleich zu den Fixkosten.

Macht eure eigenen Berechnungen, je nachdem, wie Ihr investiert, aber was mich betrifft, bin ich gerade, nachdem ich diesen Absatz geschrieben habe, auf den gestaffelten Plan umgestiegen:

Preisstruktur für Provisionen im Interactive Brokers

Preisstruktur für Provisionen im Interactive Brokers : änderung Festpreis für Gestaffelt

In der Realität sieht das bei meinem Interactive Brokers-Konto etwa so aus:

2016 keine Transaktion, also auch keine Transaktionsgebühren (daher kein Screenshot). 2017 belaufen sich die Transaktionskosten für den Kauf von VT-ETF im Wert von etwa CHF 40'000 auf CHF 3.54. Ich liebe es!

2018 habe ich den ETF VWRL über die Schweizer Börse gekauft, was mehr Kosten (0,01% bei einem Minimum von CHF 10) mit sich bringt, als die USD 1/Transaktion für den ETF VT :)

2019, das Jahr, in dem ich mit Value-Investing angefangen habe — mehr Informationen dazu in einer zukünftigen Blogpost-Reihe

Fremdwährungsgebühren
Wie oben bereits erwähnt, ist es recht üblich, Bargeld in eine andere Währung umtauschen zu müssen, um bestimmte ETF oder Aktien zu kaufen.

Die Umtauschgebühren von Interactive Brokers entsprechen dem Betrag der Transaktion x 0,00002, mindestens jedoch USD 2.

Der andere kritische Punkt im Vergleich zu anderen Finanzinstituten (Bank, Wechselstube) ist, dass Interactive Brokers den Interbank-Wechselkurs in Echtzeit verwendet (d. h. den Wechselkurs, zu dem Banken Geld austauschen, den du beispielsweise mit dieser Suche mit Google siehst) ohne irgendwelche verborgenen Preisdifferenzen, Preiserhöhungen oder andere versteckte Provisionen hinzuzufügen.

Auf diese Weise kannst du Schweizer Franken auf die billigste mir bekannte Art in jede andere Währung umtauschen. Ich nutze das für meinen ganzen Bedarf and Fremdwährungsumtausch, wie zum Beispiel, als ich €15'000 Notargebühren zahlen musste, um meine erste Anlageimmobilie in Frankreich zu erwerben.

CHF 5.93 Umtauschgebühr für Shopping im Wert von ca. CHF 40'000 :)

Einige FOREX-Anforderungen 2018 für weniger als CHF 5!

Willkommen in Kanada, Frankreich, Japan und den Vereinigten Staaten :) Wenn du "Value-Investing" sagst, redest du auch von etwas mehr Transaktionskosten für Währungsumtausch. Denn wenn du offen für die ganze Welt bist, findest du überall Nuggets.

Kontoeröffnungsgebühren
CHF 0 (das wäre ein Witz in einem so wettbewerbsintensiven Umfeld wie Online-Handel :)).

Schliessungskosten
CHF 0.

‌Gebühren für eingehende Überweisungen
CHF 0.

Gebühren für ausgehende Überweisungen
Du kannst einmal im Kalendermonat kostenlos Bargeld von deinem Interactive Brokers-Konto abheben.
Wenn du mehr möchtest, musst du USD 10 pro Überweisung zahlen, wenn du USD abhebst, ansonsten CHF 11, um CHF abzuheben, oder € 8, um Euro abzuheben.

Alle Details zu den Auszahlungsgebühren von Interactive Brokers findest du auf dieser Seite ihrer Website.

Bei den Gebühren sieht es also so aus: Interactive Brokers ist der beste Online-Broker für einen Schweizer Anleger, der plant, mindestens CHF 100'000 bei IB anzulegen.

Fazit

Um es zusammenzufassen, meine Wahl fiel auf Interactive Brokers wegen ihres Rufes, ihrer Stabilität, ihres Managements und besonders wegen der niedrigsten Gebühren für eine Brokerage-Plattform.

Dies ist bereits seit 2016 die Plattform meiner Wahl und ich werde dich im selben Moment per Blogpost informieren (du kannst den MP-Newsletter abonnieren, damit du nichts verpasst!), in dem ich ein Konto woanders eröffne. Aber so wie es zurzeit aussieht, plane ich nichts in der Art.

Wenn du die Vorteile von Interactive Brokers gegenüber den teureren isolierten Schweizer Lösungen verstehst, geh einfach zum nächsten Kapitel über, in dem ich Schritt für Schritt beschreibe, wie du ein Konto bei Interactive Brokers eröffnest.


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