Im letzten Artikel haben wir Renten & Versicherungen, Finanzen & Spielgewinne und Eigentum behandelt.
Jetzt geht es weiter mit den weiteren Einkünften und Abzügen, den Belegen und dem Abschluss (Vorschau, Vollständigkeitsprüfung und Einreichen).
Schritt 1: Kachel Weitere Einkünfte / Abzüge & Übriges
Die letzte Kachel, die wir zusammen ausfüllen, ist das Sammelbecken für alle weiteren Einkünfte und Abzüge, quasi der Fangkorb für alles, was bisher nicht gepasst hat.
Zu den weiteren Einkünften gehören beispielsweise der Eigennutzungswert des Wohnrechtsberechtigten, Korporations- und Genossennutzen, Einspeisevergütungen aus Fotovoltaikanlagen sowie Familien-, Geburts- und Kinderzulagen nicht Selbstständigerwerbender.
Spannend sind dann vor allem die Aus-, Weiterbildungs- und Umschulungskosten, oft ein unterschätztes Juwel für Abzüge, wenn du dich beruflich weitergebildet hast. Trag sie hier ein und freu dich, wie sie deine Steuerlast schmälern. Überlege dir gut, welche Kurse und Weiterbildungen du besucht (und selbst bezahlt) hast.
Bei Krankheits- und Unfallkosten sowie behinderungsbedingten Kosten hoffe ich für dich, dass du hier gar nichts eintragen musst. Das bedeutet: Du hattest keine hohen Ausgaben, und/oder sie liegen unter dem nicht abzugsberechtigten Selbstbehalt. Hattest du selbst getragene Krankheits- oder Unfallkosten, können diese hier erfasst werden. Oft schickt die Krankenkasse eine Zusammenfassung all dieser Ausgaben, vergleiche sie mit deinem Selbstbehalt und entscheide, ob sich das Eintragen lohnt.
Anschliessend kannst du Zuwendungen sowie Spenden an gemeinnützige Institutionen erfassen. Abziehbar sind nur Beiträge an juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, die in Hinblick auf öffentliche oder gemeinnützige Zwecke von der Steuerpflicht befreit sind. Nicht abzugsfähig sind beispielsweise Vereins-, Club- und Mitgliederbeiträge sowie Spenden an Ortsvereine.
Als nächstes kommen Zuwendungen an politische Parteien, hier können z.B. entsprechende Mitgliederbeiträge erfasst werden.
Schliesslich kommt noch das absolute Rest-Sammelbecken, das als ‘Dauernde Lasten; Leibrenten; Korrekturen der steuerbaren Werte; Anmeldung zur Nachbesteuerung’ bezeichnet wird. Diese Kategorie wird wohl kaum jemand brauchen.
Zum Schluss: Eher wieder relevant sind unverteilte Erbschaften, Erbvorbezug, Erbanfall und Schenkungen, all das muss hier erfasst werden. Du musst zwingend ein paar Fragen beantworten, auch wenn du nichts Deklarationsrelevantes hast.
Schritt 2: Belege
Die Büroklammer rechts oben zeigt dir, welche Belege du zwingend hochladen musst (z.B. Lohnausweise, 3a-Bescheinigungen, Drittbetreuungskosten oder Weiterbildungskosten). Zudem tauchen auch die beim Wertschriftenverzeichnis hochgeladenen eSteuerauszüge hier auf.
Du hast zwei Möglichkeiten, die Belege hochzuladen:
Upload vom Computer
Scan physischer Dokumente mit der App SNAP.SHARE (funktioniert ganz einfach)
Weitere Belege musst du nicht hochladen. Falls die Steuerbehörden noch mehr sehen wollen, kommen sie dann schon. Stelle sicher, dass du sämtliche Belege (z.B. zu Verrechnungssteuern) bis zur definitiven Veranlagung aufbewahrst.
Schritt 3: Abschluss
Herzlichen Glückwunsch, du bist durch! Doch vor dem Finale: Nimm dir mit etwas Abstand nochmal die gesamte Steuererklärung vor. Hast du alle Lohnabrechnungen erfasst? Stimmt das deklarierte Verrechnungssteuerguthaben? Hast du Abzüge, die du im Vorjahr gemacht hattest, vergessen? Liegt die provisorische Steuerbelastung in deinem erwarteten Bereich?
Dafür eignet sich perfekt die Funktion ‘Vorschau und Einreichung’: Generiere hier eine PDF-Vorschau, die du ganz einfach Zeile für Zeile mit deiner Vorjahres-Steuererklärung vergleichen kannst, letzter Check für perfekte Sauberkeit.
Wenn du mit dem Endprodukt zufrieden bist und alle Checks abgehakt hast, klick auf ‘Prüfen & Einreichen’. Hier läuft noch eine zwingende Vollständigkeitsprüfung, das System spürt Lücken auf, bevor deine Steuererklärung beim Steuerkommissär landet.
Fazit
Nun ist das Thema für die nächsten 12 Monate erledigt, gut gemacht! Ich denke, das war weitgehend schmerzfrei. Game-Changer waren sicherlich der Vorjahresimport, der Upload von eSteuerauszügen und das einfache Hinzufügen von Belegen. Das System macht’s dir wirklich leicht.
Bis bald, ich freue mich, wenn du diese Zeilen in 12 Monaten wieder liest und genauso smooth durchkommst wie heute.










