Beste kostenlose Schweizer Online-Bank 2020

Auch 2020 sind nach wie vor Zak und Neon die beiden besten kostenlosen Schweizer Online-Banken. Meine Meinung hat sich seit letztem Jahr nicht geändert. Meine Nutzung allerdings schon. Und eine dritte Bank ist als alternativer Kandidat aufgetaucht.

Falls du ein kostenloses Schweizer Konto bei ihnen eröffnen möchten, habe ich noch die Promo-Bonuscodes für 2020 für Mitglieder von Team MP am Ende des Artikels :)

CHF 4'440 in 10 Jahren sparen

Für die neuen Mustachians unter Euch erinnere ich daran, dass der durchschnittliche Schweizer pro Jahr 300 Franken an Bankgebühren für seinen Haushalt ausgibt.

Wenn du dich für eine kostenlose Schweizer Bank entscheidest, die ebenso zuverlässig und sicher ist, kannst du es dir also leisten, jährlich 300 CHF mehr anzulegen, was einer Vermögensbildung von 4'440 CHF in 10 Jahren entspricht. Und das alles nur, um die einzigartige Anstrengung zu unternehmen, die Finanzdienstleister zu wechseln.

"Wo soll ich unterschreiben?!" war meine Reaktion, als ich das erste Mal meine Berechnungen machte.

Nachdem wir nun über das Warum gesprochen haben, kommen wir zu den Erwartungen, die ich in Bezug auf die Bankdienstleistungen habe.

Meine Erwartungen an eine Schweizer Online-Bank

Meine Erwartungen an die Dienstleistungen einer Schweizer Bank habe ich in meinem ausführlichen Rückblick auf 2019 beschrieben. Sie treffen auch 2020 noch zu.

Zusammengefasst:

  • Kostenlos
  • Online und mobil
  • Sicher
  • Kostenlose Überweisungen in der Schweiz
  • Kostenlose Überweisungen in der Eurozone (per SEPA)
  • Kostenlose Maestro-Debitkarte
  • Kostenlose Abhebungen an Geldautomaten
  • Kostenlose Bareinzahlung an Geldautomaten (neues Kriterium, mehr Infos unten)
  • ESR-Zahlung per Scan
  • eBill-Unterstützung
  • Physisch zugänglich (über reale Leute in realen Büros)
  • Download von Kontoauszügen im PDF-Format
  • Live-Push-Benachrichtigungen

Soll ich mich für Zak oder Neon als meine Schweizer Bank entscheiden?

Eine der Fragen, die ich regelmässig per E-Mail erhalte, lautet: *"Aber, MP, was ist nun die beste Schweizer Bank, welche der beiden empfiehlst du mir schlussendlich?!"

Persönliche Finanzen, wie der Name schon sagt, sind "persönlich", also hängt das von deinen Bedürfnissen und Vorlieben ab.

Um dir bei der Qual der Wahl zu helfen, habe ich hier aber eine Vergleichstabelle zwischen Zak und Neon für dich:

Kriterien Zak Neon
Kostenlos
Online und mobile
Sicher
Kostenlose Überweisungen i. d. Schweiz
Kostenlose Überweisungen i. d. Eurozone (per SEPA)
Kostenlose Maestro-Debitkarte 🚫
(Maestro nicht verfügbar)
Kostenlose Abhebungen an Geldautomaten
(an Cler-Geldautomaten)

(2x/Monat, jeder Schweizer Geldautomat)
Kostenlose Bareinzahlung an Geldautomaten 🚫(Zahlung über postalischen Einzahlungsschein)
ESR-Zahlung per Scan
eBill-Unterstützung 🚫
(ab Mitte2020)
Physisch zugänglich 🚫
Download von Kontoauszügen im PDF-Format
Live-Push-Benachrichtigungen ☑️
(via SMS)

Wie du siehst, ist Zak die beste Lösung, wenn du nicht auf eine Maestro-Debitkarte oder eine Bank mit physischen Büros verzichten kannst oder wenn du kostenlos Bargeld einzahlen kannst.

Wenn du andererseits auf die eBill nicht verzichten kannst (sie wird bei Zak zwischen dem 3. und 4. Quartal 2020 kommen), dann kann Neon eine gute Alternative sein (wenn du die oben genannten Punkte natürlich nicht brauchst).

Meine Wahl für Schweizer Online-Banking 2020

Ich für meinen Teil wähle auch 2020 wieder Zak als meine Schweizer Bank.

Die Gründe sind dieselben wie letztes Jahr, aber einer ist noch dazugekommen:

  • In kleinen ländlichen Läden lehnen Händler regelmässig MasterCard/Visa-Karten ab, weil diese Zahlungsart zu viele Kosten für sie beinhaltet, also ist die Maestro immer noch nützlich — besonders, weil du auf dem Lande nicht unbedingt einen Geldautomat nebenan hast, wo du hingehen und Bargeld abheben kannst
  • Ich schätze den Vorteil, eine Bank zu haben, die Büros hat, wo ich hingehen könnte, falls es ein Problem gibt. Ich erwähnte gegenüber Neon, dass sie in ihrem Fall (d. h. als Schweizer Bank ohne irgendeine physische Zweigstelle) in Zukunft einen Live-Chat oder eine Telefonnummer anbieten könnten. Das würde mich fast genauso sehr beruhigen wie eine physische Zweigstelle, falls es von kompetenten Leuten gemanagt wird
  • Neuer Grund: Ich erhielt vor ein paar Monaten eine Zahlung von über CHF 400 in Bar. Eine so grosse Summe wollte ich nicht mit mir herumtragen. Daher war ich froh, dass ich Zak gewählt hatte, denn ich konnte mein Bargeld direkt an ihrem Geldautomaten in Yverdon-les-Bains einzahlen. Bei Neon hätte ich zur Post gehen müssen und einen Einzahlungsschein ausfüllen, und auch noch eine Gebühr zahlen

Startbildschirm der Mobil-App von Zak

Neu im Jahr 2020 für MP: eine sekundäre Schweizer Bank

Durch all die jüngsten Ereignisse sind mir einige Dinge bewusst geworden: Wenn die Dinge gut laufen, ist digital ziemlich cool; aber wenn die Dinge schiefgehen, dann wünschst du dir auf einmal, du hättest einen Plan B.

Der erste Denkzettel war, als die Zak-App letztes Jahr ein paar Stunden lang nicht verfügbar war. Zum Glück ist das seither nicht mehr passiert.

Der zweite Weckruf kam in den letzten paar Wochen mit COVID-19: Unsere Freunde bei Degiro sahen die Kontoanfragen explodieren. Also haben sie seit dem 25. März eine Warteliste eingerichtet, die nur noch länger wird, weil sie der Sicherheit und Stabilität Ihrer Plattform Vorrang geben, anstatt jeden anzunehmen. Trotzdem, einige Leser waren noch immer nicht in der Lage, ihr Konto zu eröffnen (falls das bei dir der Fall ist, möchte ich dich an meinen Rat erinnern, falls du die Aktienmarktverkäufe ausnutzen willst: eröffne temporär ein Konto bei Cornèrtrader und transferiere dann alle deine Wertpapier zu Degiro, sobald die Situation sich wieder normalisiert hat).

Mir fallen da auch noch andere Beispiele ein, die bestätigen, dass alles cool ist, solange die Dinge gut laufen, aber es oft zu spät ist, einen Plan B zu machen, wenn sie nicht mehr laufen.

Und deshalb habe ich beschlossen, Neon zu meiner sekundären Bank zu machen — selbst, wenn es nicht so minimalistisch ist, wie ich es gerne hätte.

Startbildschirm der Mobil-App von Neon

"Äh OK. Aber was bedeutet das konkret, MP?"

Nichts sehr kompliziertes, keine Angst. Im Grunde bedeutet es nur, dass jetzt unser Hauptkonto (d. h. wo wir unsere Gehälter erhalten und unsere normalen Zahlungen leisten) bei Zak ist. Und darüber hinaus haben wir ein Schweizer Bankkonto bei Neon eröffnet, mit einer kleinen Geldreserve, für den Fall, dass es ein Problem mit Zak gibt (Nicht-Verfügbarkeit der App oder sonst etwas).

Für mich als Blogger zum Thema persönliche Finanzen ist das auch eine gute Gelegenheit, weiterhin Vergleiche zwischen Schweizer Online-Banken zu machen und mich auf dem Laufenden über Neues bei jeder dieser Lösungen zu halten.
Ausserdem, falls Zak eBill diesen Sommer doch nicht anbieten sollte, versuche ich vielleicht, es bei Neon einzurichten und dann, nachdem ich weiss, wie es läuft, meine eBills zu Zak zu transferieren.
Wie üblich, werde ich all das auf diesem Blog dokumentieren!

Eine frugale alternative Schweizer Bank

Im Gespräch mit Lesern (hallo Judith!) Hat eine dritte Schweizer Bank es in meine "Die besten Banken 2020" geschafft: Raiffeisen.

Tatsächlich bietet die Raiffeisen-Bank ein sehr interessantes Treueprogramm MemberPlus mit kostenlosem Eintritt in über 500 Museen, gleiches für Schweizer Schlösser, Ermässigungen auf Bahntickets und andere Ermässigungen auf Veranstaltungen.
Zudem ist dieses Angebot interessant, weil es nicht nur für den Raiffeisen-Kunden selbst, sondern auch für drei begleitende Kinder kostenlos ist.

Das MemberPlus-Portal von Raiffeisen

Um dir das Angebot zunutze zu machen, musst du/brauchst du:

  • Mitglieder von Raiffeisen sein, das kostet eine einmalige Gebühr zwischen CHF 200 und CHF 500, abhängig von deiner Niederlassung (dieser Betrag wird zurückerstattet, wenn du kein Mitglied mehr sein willst)
  • Eine Debit- oder Kreditkarte haben, was CHF 40 pro Jahr kostet

Abgesehen von den paar hundert CHF, die blockiert sind, ist es klar, dass sich das Angebot an Museen und Schlössern lohnt, besonders für eine Familie, da sich die CHF 40 schnell bezahlt machen.

Hier habe ich eine Zusammenfassung für dich:

Kriterien Raiffeisen (Mitglieder Privatkonto)
Kostenlos 🚫
(CHF 200 bis CHF 500, um Mitglieder zu werden)
Online und mobil
Sicher
Kostenlose Überweisungen in der Schweiz
Kostenlose Überweisungen i. d. Eurozone (per SEPA) 🚫
(CHF 1/Überweisung)
Kostenlose Maestro Debitkarte 🚫
(CHF 40/Jahr)
Kostenlose Abhebungen an Geldautomaten
(an Raiffeisen-Geldautomaten)
Kostenlose Bareinzahlung an Geldautomaten
ESR-Zahlung per Scan
(über eine zweite mobile App...)
eBill-Unterstützung
Physisch zugänglich
Download von Kontoauszügen im PDF-Format
Live-Push-Benachrichtigungen ☑️
(per email)

Ich für meinen Teil, wie ich Judith in den Blog-Kommentaren erklärt habe, möchte nicht gezwungen werden, etwas zu konsumieren, um meine Bank "kostenlos" zu machen. Ausserdem besuchen wir, vielleicht zu Unrecht, nicht so viele Museen und Schlösser in der Schweiz. Aber das könnte sich in Zukunft ändern, wenn die MP-Kinder grösser werden.

Für die MP-Familie also in nächster Zeit keine Raiffeisen, aber ich wollte es erwähnen, weil es eine interessante Alternative für Familien sein kann, die sowieso viel für kulturelle Ausflüge ausgeben.

Gutscheincodes Zak und Neon 2020

Ich konnte auch für 2020 wieder Willkommensbonus-Codes für Team MP-Mitglieder aushandeln:

  • Zak: Der Promo-Code "ONLYMP" berechtigt dich zu CHF 50 Willkomensbonus (Die App sagt CHF 25, wenn du den Code eingibst, aber du wirst CHF 50 bekommen!)
  • Neon : Der Promo-Code "mustachian" berechtigt dich zu CHF 10 Willkommensbonus — du musst ihn während der Registrierung eingeben, weil es nachher nicht mehr möglich ist (spezielle Promo: bis zum 18.05.2020 berechtigt dich derselbe Code zu CHF 20 statt den gewöhnlichen CHF 10)

Zur Erinnerung, ich hatte in diesem Blogpost ein detailliertes Tutorial mit Screenshots dazu erstellt, wie du ein Zak- oder Neon-Konto eröffnest.

Fazit

Zusammenfassung meines Rankings der besten kostenlosen Schweizer Banken 2020:

Ranking Schweizer Bank
🥇 Zak
🥈 Neon
🥉 Raiffeisen

Zak ist die richtige Bank für dich, wenn du die Sicherheit einer alteingesessenen Schweizer Bank (gegründet 1927), Bargeld am Geldautomaten einzahlen und eine Maestro-Card willst — und all das kostenlos.
Noch dazu, wenn du es mit meinem Schweizer Kreditkartensystem mit Cashback koppelst, wird es das frugalste mögliche Setup, weil du eine kostenlose Schweizer Karte hast, optimiert für jede Nutzung: eine Maestro für lokales Shopping, eine kostenlose Cumulus MasterCard für das Maximum an Cashback (mehrere Hundert CHF pro Jahr), und eine kostenlose Revolut für Ausgaben in Fremdwährungen.

(Hinweis für Paare: mit diesem Kreditkartensystem könnt ihr eine Karte pro Person haben, weil weder Zak noch Neon gemeinsame Konten anbieten oder mehrere Karten, die mit demselben Konto verknüpft sind — bisher).

Neon ist deine Lösung, wenn dir Minimalismus wichtiger ist als Cashback-Maximierung. Ihre MasterCard erlaubt dir in der Tat natürlich in der Schweiz zu bezahlen, aber auch im Ausland, ohne zusätzliche Gebühren (genau wie bei Revolut — Glückwunsch an Neon zu diesem Feature, das zu Anfang des Jahres gestartet ist!). Also brauchst du nur eine Karte statt drei.
Ich muss zugeben, dass ich seit mehreren Monaten nach dieser Lösung schiele, aber die oben erwähnten Vorteile von Zak, gekoppelt mit der Cashback-Maximierung per Cumulus MasterCard, lässt mich für den Moment bei meiner anfänglichen Wahl bleiben.

Die andere Option, falls du sowieso schon ein Kultur-Abhängiger bist und Schweizer Museen und Schlösser liebst, ist die Raiffeisen-Bank.

Zu guter Letzt, weil alle diese Banking-Lösungen kostenlos sind, würde ich dir empfehlen, eine zweite Schweizer Bank zu haben, für den Fall, dass eine der beiden nicht zugänglich ist.

Und du, welche kostenlose Schweizer Bank hast du gewählt, um in 10 Jahren mehr als 4 kCHF zu sparen?


Hinweis: Falls du dich entscheidest, ein Konto bei Zak oder Neon zu eröffnen, erhalte ich denselben Betrag wie dein Willkommensgeschenk — natürlich ohne dass das es dich irgendetwas kostet. Es hilft, einen Teil der Kosten und der Zeit zu finanzieren, die ich mit dem Schreiben des Blogs verbringe. Ich danke dir im Voraus!
Wie ich schon oft erklärt habe, möchte ich, dass du weisst, dass ich nur Services und Tools teile, die ich selbst im realen Leben nutze. Ich empfehle sie in der Hoffnung, dass sie dir genauso gute Dienste leisten wie mir.


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