Bester Broker mit den billigsten ETF-Portfolio-Gebühren für Schweizer Kapitalanleger

UPDATE 29.10.2018
Ich habe diesen Vergleich 2018 aktualisiert, du kannst ihn hier finden. Trotzdem sind alle Informationen hier unten, die erklären, wie ich meinen billigsten Online-Broker wähle, noch immer gültig und interessant.


Wenn du vorhast, dein Geld in den Aktienmarkt zu investieren, stehst du vor der Frage, welchen Broker du wählen sollst. Ein Mustachian will natürlich den Online-Broker mit den niedrigsten Gebühren, damit diese nicht all seine Gewinne auffressen.

Es beginnt, komplex zu werden, wenn du entdeckst, dass mehr als zwanzig Schweizer Online-Broker existieren – mit Gebühren zwischen 100 und 2'000 CHF pro Jahr!
Und das schliesst noch nicht mal internationale Broker mit ein...
Es gibt keinen einfachen Weg, die Kosten herauszufinden, da sie von deiner Investmentstrategie abhängen. Vielleicht kann dir das Tool moneyland.ch helfen, aber es berücksichtigt keine globalen Broker, die mit den schweizerischen mithalten können.

Da ich nach einer einjährigen Pause anfange, wieder zu investieren, habe ich eine Tabellenkalkulation erstellt, um herauszufinden, welcher Online-Broker der billigste ist.
Mein Vergleich geht von folgenden Mustachian-Parametern aus:

Es gibt mehrere Kriterien, nach denen du Broker bewerten kannst. Manche sind relevant, andere nutzlos.

Die wichtigsten Kriterien für Schweizer Kapitalanleger bei d Wahl eines Online-Brokers

Depotgebühren
Dein Broker berechnet dir diese für die Verwahrung deiner Aktien und Anleihen.
Es ist entweder ein fester Betrag oder ein Prozentsatz deines Gesamtportfoliowertes.
Manche verlangen diese laufenden Gebühren, andere nicht. Mustachians ziehen es natürlich vor, keine zu zahlen.
Pro-Tipp: vergiss bei deinen Berechnungen nicht die 8% Schweizer VAT.

Transaktionsgebühren
Nach den Depotgebühren sind die Transaktionsgebühren die zweithöchsten Kosten für Anleger.
Du zahlst sie jedes Mal, wenn du ein Wertpapier kaufst. Du möchtest diese Ausgaben so niedrig wie möglich halten.
Beachte, dass jedes Unternehmen seine eigene Gebührentabelle für jeden Wertpapiertyp hat. Dein Broker-Ranking wird nicht dasselbe sein, wenn du mit Währungen oder Anleihen handelst. In dieser Analyse konzentrieren wir uns auf ETFs.

Die nicht so wichtigen Kriterien für die Wahl deines Brokers

Komplexes Set von Analyse-Tools
Ich erinnere mich an 90er-Jahre-Filme, in denen Händler auf ihren fünf Breitbildmonitoren spekulieren. In ihrem schicken Wall-Street-Anzug starren sie auf Dashboards voller komplexer Diagramme und verwenden Stock-Picking-Algorithmen, um mit Lichtgeschwindigkeit Aktien zu kaufen und verkaufen.
Wir Mustachians brauchen zum Glück keins dieser Tools, um unser Geld für uns arbeiten zu lassen.
Das neue "smart und schick" ist eine Anlagestrategie, mit der du so wenig wie möglich mit der Online-Trading-Plattform zu tun hast.
Viermal im Jahr verbringst du dreissig Minuten mit dem Kauf neuer ETFs; einmal im Jahr balancierst du dein Portfolio neu aus. Das ist alles. Du hast besseres mit deiner Zeit vor. Und dein Portfolio wird es dir danken, wenn du nicht alles wegen einer Panikkrise während eines Marktabschwungs verkaufst.

Nette Benutzeroberfläche
Ich liebe zwar gut designte UIs (User Interfaces, Benutzeroberflächen) bei Diensten, die ich häufig nutze, berücksichtige das UI eines Brokers aber nicht bei meiner Beurteilung.
Das einzige, was ich von ihm will, ist, dass er billig ist. Und dass vier Mal im Jahr alles funktioniert.

Vom Anfänger zum Hardcore-Nutzer

In meiner Tabellenkalkulation habe ich zwei Mustachian-Personae aufgeführt. Zu jeder gibt es drei Varianten, so dass eine auf deine Situation zutrifft, egal, wie viel Erspartes du hast oder wie viel du jeden Monat investieren kannst.
Darf ich dich bekanntmachen mit:

  • Adrian, der 1'000-3'000 CHF pro Quartal anlegt und schon 10'000-60'000 CHF angelegt hat
  • Melanie, die vierteljährlich 3'000-15'000 CHF weglegt und bereits 110'000-300'000 CHF investiert hat

Die Top 3 der Online-Broker für Anleger mit Schweizer Wohnsitz

Du hast bestimmt von Swissquote, Strateo, SaxoBank, PostFinance und den vielen anderen Schweizer Brokern gehört. Ich habe nachgerechnet, und das Resultat ist klar: Verglichen mit den untenstehenden Top 3 sind sie keine Alternative für uns Mustachians: zu teuer.

Falls du meine Ergebnisse selbst überprüfen möchtest, geh auf moneyland.ch, wähle irgendein Profil, und wenn du auf der Liste bist, klick auf jeden Broker-"Info"-Link, um Details zu allen Gebühren zu sehen, wie zum Beispiel die von CornèrTrader.

Hinweis: Ich denke zwar, dass meine Top 3 die besten sind, du musst aber die Bedingungen und Gebühren für deine Situation überprüfen.

TrueWealth
Wenn du jeden Monat nur wenige Hundert Schweizer Franken zur Seite legst und Angst hast, einen Broker-Account zu eröffnen und zu faul bist zum Millionär werden, könnte TrueWealth das Richtige für dich sein.
Bei den 0,5% Verwaltungsgebühren ist es eine anständige Lösung für einen Portfolio-Wert unter 25'000 CHF und ich tendiere dazu, es Leuten zu empfehlen, die immer noch denken, dass Sparkonten eine feine Sache sind – nicht dir, als angehendem Mustachian.
Hier ist der Link zu TrueWealths Gebühreninfos.

  • Vorteile
    • ETF-Portfolio-Erstellung und Umschichtung läuft automatisch
    • Perfekt für Kleinanleger (mit ein paar Hundert Schweizer Franken pro Monat)
    • Ideal für Leute, die das Trading nicht selbst erlernen wollen
    • Schweizer Steuernachweise erhält man gratis
  • Nachteile
    • Manche ihrer ETFs haben eine TER (total expense ratio, Gesamtkostenquote) von bis zu 0,70%
    • Keine Kontrolle darüber, in welche ETFs du investieren willst
    • Wahnsinnsgebühren, sobald du ein nettes Sümmchen hast (>25'000 CHF)
    • Benutzeroberfläche nur Deutsch und English

Hier geht’s zu TrueWealth

CornèrTrader
Vor diesem Vergleich habe ich meine Ersparnisse über Swissquote investiert.
Wenn du unbedingt einen Schweizer Broker willst, würde ich dir zurzeit CornèrTrader empfehlen.
Zwei wichtige Merkmale machen sie wettbewerbsfähiger als alle anderen Schweizer Online-Broker: die "Keine Depotgebühren"-Richtlinie und die Transaktionsgebühren von 0,2% für Einlagen von bis zu 75'000 CHF (Minimum von 20 CHF/Transaktion), die auf 0,12% abnehmen bei über 75'000 CHF (das Minimum liegt dann bei 18 CHF/Transaktion).
Folge diesem Link zu CornèrTraders Preisen und Bedingungen.

  • Vorteile
    • Keine Depotgebühren
    • Günstige Transaktionsgebühren
    • Schweizer Broker (falls das für dich ein Vorteil ist)
    • Wertpapiere kaufen geht einfach und schnell (verglichen mit dem, was ich bei Swissquote erlebt habe)
    • Mehrsprachige Benutzeroberfläche (wesentlich mehr Sprachen als das übliche FR-DE-EN)
  • Nachteile
    • Mir fallen keine ein

Hier geht’s zu CornèrTrader

Interactive Brokers
Neulich bin ich über lobende Kommentare über diese Broker-Firma gestolpert (mein besonderer Dank an Mr. RIP) und auch über positive Bewertungen, wie die von Barron's. Interactive Brokers hat das ultimative Angebot für wahre Mustachians: keine Depotgebühren und 0,1% Transaktionskosten (mit einem Minimum von 10 CHF/Transaktion).
Ich empfehle diesen Broker Mustachians, die den vorzeitigen Ruhestand mit wesentlich mehr als 100K langfristig investierten CHF anstreben.
Du kannst dir die Kommissionsgebühren von Interactive Brokers sowie die erforderlichen Mindesteinlagen ansehen.

  • Vorteile
    • Keine Depotgebühren
    • Sehr günstige Transaktionsgebühren
    • Mehrsprachige Benutzeroberfläche (wesentlich mehr Sprachen als das übliche FR-DE-EN)
  • Nachteile
    • Monatliche Inaktivitätsgebühr unter 100'000 USD Einlage
    • Altmodische Benutzeroberfläche (ja, ich weiss, wir hatten gesagt, das ist uns egal!)
    • Bankkonto ausserhalb der Schweiz (falls das ein Problem für dich ist)

Hier geht’s zu Interactive Brokers

Detaillierte Tabellenkalkulation von Online-Broker-Kosten für in der Schweiz Ansässige
Ich bin wie du ein Geld-Nerd, der Empfehlungen wie diesen "Top 3" nur glaubt, wenn sie auf Daten basieren. Deshalb habe ich die Gebühren der Broker in der folgenden Tabellenkalkulation simuliert. Sag mir Bescheid, falls du irgendeine Unstimmigkeit entdeckst.


In voller Auflösung ansehen

MPs Broker-Wahl

Bei zwei Dingen bezüglich meiner Online-Broker-Wahl bin ich mir sicher: Ich will die langfristig billigsten Gebühren, und ich will nie mehr die Scherereien mit dem Transfer von Wertpapieren von einem Broker zum anderen.
Mit diesem Gedanken war es leicht, eine Entscheidung zu fällen. Ich nehme Interactive Brokers.
Wir werden schnell über die 100'000 $-Marke kommen, daher sind die Inaktivitätsgebühren kein Hinderungsgrund. Ich sehe sie sogar als zusätzliche Motivation, diesen Betrag so schnell wie möglich zu erreichen.

Und du, verrätst du mir, welchen Broker du gewählt hast oder wählen wirst, um dein Geld in ETFs anzulegen?


Anmerkung: wenn du dein Konto bei Interactive Brokers oder CornèrTrader über einen meiner Links eröffnest, wirst du keinen Unterschied bemerken – aber der MP-Blog wird eine Vermittlungsprovision bekommen. Vielen Dank dafür.
Wie immer schreibe und bewerte ich nur Dinge, denen ich vertraue und/oder die ich in meinem eigenen Alltag nutze. In diesem Fall brachte mich die Mathematik zu diesen Top 3.


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