Wir kaufen (bald) unser erstes Eigenheim in der Schweiz!!!

Wie du vielleicht bemerkt hast, ist der Veröffentlichungsrhythmus meines Blogs im Mai-Juni langsamer geworden.
Sei versichert – ich gebe mustachianpost.com nicht auf, wie ich es in der Vergangenheit mit anderen Blogs getan habe. Ich bin immer noch motiviert, unsere Reise zur finanziellen Unabhängigkeit in der Schweiz mit euch zu teilen.

Ihr gehört zu den ersten, die ich ins Vertrauen ziehe: Vielleicht haben wir den Ort gefunden, den wir in den nächsten Jahrzehnten besitzen werden!!!
Ich sage vielleicht, weil wir noch nicht beim Notar unterschrieben haben...

Unser (potentielles) neues Zuhause

Es ist verrückt, wie schnell das passiert ist. Alles begann Ende Mai, als wir wirklich sauer über die fehlenden Immobiliengelegenheiten in der Gegend, in der wir suchten, waren.
Wir beschlossen dann, den Filter "Nähe" auf Homegate.ch um einige Kilometer zu erweitern...und da: Treffer!
Wir fanden eine sehr schöne Wohnung zu einem vernünftigen Preis.
Wir haben eines unserer Hauptausschlusskriterien geprüft, die Nähe zu einem Bahnhof. Es gab einen, der schnell erreichbar war! Grossartig, kein weiteres Auto nötig!
Alles andere war in Ordnung und entsprach den Kriterien unseres Haushalts: brandneu (d. h. Keine Renovierungsarbeiten nötig), modernes Design, genügend Platz für unsere Familie, aber auch nicht zu viel.
Und nicht ganz unwichtig: italienische Dusche!!! Ja, ich weiss, ein Mustachian könnte das selbst hinkriegen, aber ich kenne mich (noch) nicht aus mit dem Bauen.

Ein Punkt, bei dem wir anfangs unsicher waren, ist, dass sie sich in einem kleinen ländlichen Dorf befindet. Wir mögen kleine Städte (es gibt eine in der Nähe) mit einfachem Zugang zum Bahnhof und Last-Minute-Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel. Das Zögern war aber schnell vorbei, als wir über alle Vorteile nachgedacht hatten: Kinder in einer besseren Umgebung mit weniger Geschwindigkeit am Tag grosszuziehen, Nähe zur Wildnis (stellt euch vor, Leute, in weniger als 2 km Entfernung ist ein Wald!!), weniger Stadtlärm, weniger Stadtlichter in der Nacht und so weiter und so fort mit allem, was das Land zu einem schönen Ort zum Leben macht! Punkt abgehakt!

Nachdem wir einen Monat lang Bilder angesehen und den Ort mehrmals besucht haben, ist es sowohl für meine Frau als auch mich ein klares Ja. Wir haben bislang schon so einige Immobilienangebote gesehen, aber keines kam dem Bauchgefühl, das wir beide haben, seitdem wir zum ersten Mal da waren, so nahe!
Wenn es ein klares JA ist, dann ist es ein klares JA!

Nennt mich Jäger der Hypothek!

Sobald wir wussten, dass wir weitermachen wollen, fing ich an, nach den besten Hypothekenzinsen in der ganzen Schweiz zu suchen, weil wir von Anfang an das Beste wollten – anders als bei Autoversicherung und Mobiltelefonvertrag, die ich aufgrund meines mangelnden Wissens um Schweizer Besonderheiten wiederholt reduzieren musste.

Nur um es irgendwo festzuhalten: Wir haben im Januar dieses Jahres eine super Hypothekenmöglichkeit verpasst, als Crédit Agricole Financements ein neues Büro in Yverdon-les-Bains mit einem Angebot von 0,98% auf 10 Jahre eröffnete!!!
Gott, ich wünschte, wir hätten die Wohnung früher gefunden... Aber gut, es muss einen guten Grund geben. Wahrscheinlich wird CAF wegen seiner französischen Beteiligung bald aus dem Geschäft sein – man versucht halt, es sich schönzureden!

Zurück zu unserem Thema: Zuerst bin ich auf Comparis.ch gegangen und habe die zehn besten Banken/Versicherungen mit den besten Hypothekenzinsen rausgesucht.
Ich habe auch andere Websites nach dem Zufallsprinzip überprüft, nur für den Fall, dass Comparis nicht alle aufgelistet hätte. Ich werde dazu einen separaten Post veröffentlichen, wenn wir den Deal (hoffentlich) abgeschlossen haben werden!

Parallel dazu schlug unser Immobilienvermittler eine Firma vor, mit der er zusammenarbeitet. Sie heisst DL und sind hauptsächlich in der Romandie vertreten.
Was sie tun? Sie nehmen all deine Finanzinformationen auf und finden dann aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Wissens die beste Hypothekenmöglichkeit für deinen Fall.
Wenn dein Fall abgelehnt wird oder sie das Angebot für nicht gut genug halten, gehen sie zur zweitbesten Option über. Dann zur drittbesten und so weiter und so fort.
Sie sagten mir, dass sie normalerweise bis zur zweitbesten gehen, bis sie den Deal bekommen, den sie für den besten halten.

Leider (oder auch nicht), hatte ich bereits vor dem Treffen mit dem DL-Typ meine eigenen Ermittlungen gestartet. Um also Banken und Versicherungen nicht mit parallelen Kontakten zu verwechseln, folgte ich meinem Weg und falls ich nichts gefunden hätte, was gut genug war, hätte ich die DL-Leute wieder kontaktieren können.
Was ich bis jetzt nicht getan habe, da ich einen guten Deal fand – was ich weiter ausführen werde, wenn wir dieses neue Zuhause endlich bekommen!

Mein Gefühl bei dieser DL ist etwas gemischt. Da sie mir vom Makler selbst empfohlen wurde, habe ich das Gefühl, dass derjenige, der meine Finanzen kennt, denjenigen zu lenken versuchen könnte, der versucht, mir eine Immobilie im Wert von mehr als einer halben Million zu dem Preis zu verkaufen, den er wirklich will...
Ich bin ziemlich sicher, dass sie keine Zahlen weitergeben, da das illegal ist, aber vielleicht gibt es einige Hinweise wie "Ja, ja, er kann sich das wirklich leisten ..." – sprich "Geben Sie in den Verhandlungen nicht auf, die werden ihrerseits aufgeben!" Wenn ich von vorne anfangen würde, würde ich entweder alles selbst machen, oder eine Firma wie DL wählen, aber unabhängig vom Makler.

Immobilien, eine Welt für sich

Es ist unglaublich, wie jedes Geschäftsfeld seine eigenen Regeln hat. Zum Glück lerne ich gerne neue Dinge, sonst hätte ich wahrscheinlich aufgegeben...

Das wichtigste Thema, über das ich im letzten Monat viel gelernt habe, ist die Leistungskurve bei Verhandlungen – d. h. wann du die meiste/wenigste Macht hast, um nach deinem Preis zu fragen. Das gilt für Neubauten (vielleicht in gewissem Rahmen auch für andere Arten von Immobilien, aber davon habe ich keine Ahnung).

Es gibt drei Hauptverkaufsphasen für Immobilien-Promoter:

  • 1/ Der Promoter hat eine Vorstellung von einem neuen Gebäude auf Papier. Er bereitet seinen Fall vor und schafft es, für sein Projekt einen Kredit zu bekommen. Jetzt geht es in die Promotion-Phase: Die EINE Sache, die er am meisten will? Ein oder zwei Käufer für sein theoretisches Projekt zu finden, damit Banken den Kredit für ihn bereitstellen, damit er den Startschuss für die Bauarbeiten geben kann.
    Es erübrigt sich zu sagen, dass in dieser Phase deine Verhandlungsmacht am grössten ist! Dein Angebot oder kein Deal! Das ist es (schon fast).
  • 2/ Der zweite Schritt ist die Bauphase, in der der Promoter nicht wirklich mehr irgendwas promotet, da er beim Prozess des Erbauens des Hauses/der Wohnungen angekommen ist. Dies ist die Phase, in die wir leider fallen...
    Wie sie mir sagten, sind sie nicht wirklich begierig zu verkaufen, da es viele zusätzlichen Dinge gibt, die sich im Vergleich zum ursprünglichen Plan geändert haben, daher wird der Preis ständig (zumindest manchmal bis oft) angepasst. Und in dem Fall, dass der Promoter sich damit abgibt, sich die Zeit zum verlaufen zu nehmen, ist sein Preis normalerweise kaum verhandelbar, da er sicher ist, dass er die Wohnungen am Ende verkaufen wird (willkommen auf dem Schweizer Markt!).
  • 3/ Und schliesslich gibt es dann die dritte und letzte Promotion-Phase nach dem Bau. Bei dieser ist der Promoter fertig mit dem aktuellen Bauprozess und wahrscheinlich bereists wieder mit den nächsten Bauplänen beschäftigt. Daher will er den Verkauf schnell abschliessen und du hast wieder eine hohe Verhandlungsmacht.

Mein Rat für Anfänger im Reich der Immobilien ist, so gut wie möglich zu versuchen, in Phase 1 oder 3 zu fallen.
Ein Pro-Tipp, falls du nach einem neuen Zuhause suchst: Du kannst in Phase 1 fallen, indem du verschiedene Salons wie SIL oder die "Comptoir"-Events besuchst. Promoters sind oft als solche dort (vs. als Bauherren) und offerieren ihre schönen strahlenden Projekte und attraktiven Preise.

Was geht’s weiter?

Unser Angebot wurde von dem Promoter angenommen, was die erste sehr gute Neuigkeit ist. Nun versuchen wir, mit dem Kreditgeber zu einer Übereinkunft zur Hypothekenrate und zu den Bedingungen zu kommen (was momentan in die richtige Richtung zu gehen scheint).
Sobald all das gelöst ist, sollten wir keine Blockaden mehr auf dem Weg zur Unterschrift beim Notar haben und diesen Riesenschritt in unseren langfristigen finanziellen Zielen gehen können.

Ich werde euch mit mehr Neuigkeiten zu diesem Thema auf dem Laufenden halten. Ausserdem werden wir die Details der Transaktion in weiteren Blogposts durchgehen, so dass ich alles was ich gelernt habe mit euch, liebe Leser, teilen kann.
Euer Feedback ist natürlich mehr als willkommen, da das Thema so riesig ist, dass ich nicht vorgeben will, alles zu wissen!


UPDATE 22.07.2015 Wir haben endlich unterschrieben und unser erstes Eigenheim in der Schweiz gekauft!!!


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